Ein außergewöhnliches Jahr

2021 war wahrlich ein außergewöhnliches Jahr. Wir hatten uns viel vorgenommen. Vieles hat funktioniert, einiges nicht.

Zum Ende des Jahres gibt es dieses Mal einen Abriss dessen, was wir so alles gemacht haben – nicht zuletzt deshalb, da einige Events wie die Prüfungen in Berlin bisher nicht mit einem Bericht gewürdigt wurden. Auch die Dojo-Challenge wird selbstverständlich ausgewertet. Viel Spaß beim Lesen.

Chronologie des Jahres 2021

1. Lock-Down und Videotraining

2021 war wahrlich ein außergewöhnliches Jahr. Wir hatten uns viel vorgenommen. Vieles hat funktioniert, einiges nicht.

Das Jahr begann erst einmal mit dem November-Lock-Down, der uns bis zum Ende des Monats Mai zwang, unser Training ausschließlich per Videokonferenz durchzuführen. Bis dahin hatten wir bereits gut 70 solcher Trainings absolviert. Die meisten haben wir aufgezeichnet, damit die Schüler ohne schnelles Internet sie nachträglich absolvieren konnten. So hatte jeder, der es wirklich wollte die Möglichkeit mehrmals pro Woche unter Anleitung zu trainieren.

Bis Ende Juni fuhren wir zweigleisig, erst dann war normales Training in der Halle oder dem Rasen wieder verlässlich möglich. Bis dahin waren leider bereits ein Turnier und der erste unserer geplanten Lehrgänge ausgefallen.

Aber davon haben wir uns natürlich nicht aufhalten lassen, wie René in seinem Bericht „Lockdown … ohne uns“ bereits im Februar sehr schön beschrieben hat. Wir haben die Not zur Tugend gemacht und viele neue Techniken gelernt, dabei aber auch das Thema Kata nicht vernachlässigt. Einzig Kumite ist in der Zeit natürlich extrem zu kurz gekommen.

2. Endlich wieder richtiges Training

Ab Ende Juni fand dann endlich wieder Training in der Halle bzw. auf dem Rasen statt. Und das hat uns vor einige Herausforderungen gestellt. Da gut die Hälfte der Schüler am Videotraining teilgenommen hat war das Leistungsniveau nun nämlich sehr unterschiedlich und auch die Kondition hatte in den letzten Monaten teils deutlich gelitten.

Also ging es in den nächsten Wochen erst einmal darum, alles im Videotraining neu gelernte intensiv zu wiederholen und viele „Konditionspausen“ 😉 einzulegen. Und natürlich hieß es nun auch endlich wieder Kumite, Kumite, Kumite.

Sehr geholfen hat dabei, dass wir mit Nicola eine neue ständige Trainerin haben. So war es möglich, die Trainingsgruppen umzustrukturieren und damit allen Schülern mehr Trainingszeit anbieten zu können. Auch für die etlichen neuen Interessenten, die sich in der Lockdown-Zeit gemeldet hatten konnten wir so eine neue Anfängergruppe schaffen.

3. Lehrgänge und Prüfungen

Da unser für März geplanter Lehrgang nicht stattfinden konnte, mussten natürlich auch die Prüfungen ausfallen. Deshalb waren wir mit einigen der aktivsten, die fast kein Videotraining haben ausfallen lassen, Anfang Juni zur Prüfung in Berlin bei Sensei Axel. Zuvor fanden zwei Tage lang Einzelvorprüfungen in Possendorf auf der Wiese statt.

zur Prüfung angetreten (v.L.n.R): Min, Odin, René, Hannes, Josefine & Ron

An dieser Stelle gratulieren wir nochmals ganz herzlich

  • Odin und Ron zum 9. Kyu
  • Josefine, Min und Hannes zum 8. Kyu
  • René zum 3. Kyu

Da unser Mini Gasshuku (kleines Trainingslager) leider nicht stattfinden konnte, waren wir Ende August wieder in Berlin – dieses mal zum Training. Sensei Axel hat uns dabei am Beispiel des Zuki gezeigt, wie viele kleine Details in so einer scheinbar trivialen Technik stecken.

Im September konnten wir dann endlich wieder einen regulären Lehrgang bei uns durchführen. Auch hier fanden wieder Prüfungen statt.

4. Unterstützung durch Hilfstrainer

Der Rest des Trainingsjahres war geprägt von Turnier- und Prüfungsvorbereitungen. Dabei kam erstmal der erweiterte Trainingsplan zum Einsatz.

Bereits 2020 war geplant, dass Ute, Andreas, René und Oliver, die bereits des Öfteren vertretungsweise Trainingseinheiten übernommen hatten, stärker eingebunden werden. Damit sollte das Dojo etwas weniger abhängig von Einzelpersonen gemacht werden.

Während der Turniervorbereitungsphase hat das richtig gut funktioniert. Leider musste die zweite derartige Runde im Rahmen der Prüfungsvorbereitung für unseren Weihnachtslehrgang leider ausfallen, da die Coronazahlen und die damit verbundenen notwendigen Maßnahmen leider unseren Trainingsbetrieb wieder eingeschränkt haben.

5. Zwei weitere Highlights

Das Dojoleben besteht zum größten Teil aus Training. Aber daneben gibt es natürlich noch mehr. So waren wir im September mit einem Stand beim Tag der offenen Tür des SV-Bannewitz vertreten und haben in einer Vorführung (Video im Bericht) gezeigt, was wir drauf haben.

Im November stand dann unser erstes selbstorganisiertes Turnier an. Einen kurzen Bericht mit vielen Bildern und einem Video gibt es hier.

6. Geteiltes Training

Seit Ende November trainieren wir entsprechende der derzeitigen Coronaverordnung getrennt – Kinder und Jugendliche in der Halle, Erwachsene im Video bzw. privatem Einzeltraining – Vielen Dank lieber Ron für die Bereitstellung der Räumlichkeit. Das bedeutet zwar für einige einen höheren Aufwand, aber das lohnt sich, denn es will ja niemand zurückfallen.

7. Prüfung in Berlin

Auch unser traditioneller Weihnachtslehrgang mit anschließender Weihnachtsfeier musste in diesem Jahr wieder ausfallen. Um wenigstens die Prüfungen durchführen zu können sind wir Anfang Dezember noch einmal in kleiner Runde nach Berlin gefahren.

Dabei haben

  • Tamara und Marko (9. Kyu)
  • Ron und Odin (8. Kyu)
  • Jason (6. Kyu)

erfolgreich unter den strengen Augen von Sensei Axel ihre Prüfungen bestanden. Wir gratulieren an dieser Stelle nochmals ganz herzlich.

9. Jahresabschlusstraining

Am letzten Tag im Jahr fand unser traditionelles Abschlusstraining statt. Wie schon in den vergangenen 2 Jahren war es auch 2021 wieder etwas anders als üblich. Dieses mal gab es eine Stunde Videotraining für die ganze Familie, bei dem auch die Fortgeschrittenen sich mit Sicherheit nicht unterfordert gefühlt haben ;).

Dojo-Challenge

Doch damit war das Trainingsjahr 2021 noch nicht zu Ende! Um unsere Schüler dabei zu unterstützen, zusätzlich zum geleiteten Dojotraining eine tägliche, selbständige Traininsroutine zu entwicklen, haben wir im Januar die Dojo-Challenge ins Leben gerufen. Jede Woche gab es dabei eine Aufgabe, die jeden Tag erledigt werden musste. Der Zeitaufwand hielt sich mit durchschnittlich 5 Minuten pro Tag absichtlich in Grenzen, damit wirklich jede und jeder die Möglichkeit hatte, daran teilzunehmen. Hier ging es um Konsequenz und Kampfgeist und wir sind begeistert, dass einige das bis zum Schluss durchgezogen haben.

An dieser Stelle möchten wir denen Anerkennung und Respekt zollen, die besonders aktiv waren und sich von den Einschränkungen in diesem Jahr nicht haben unterkriegen lassen sondern fast täglich den inneren Schweinehund überwunden haben.

Auswertung

Mitgemacht haben insgesamt 20 Schüler (die Trainer Nicola und Stefan nicht mitgezählt). Und das sind unsere Champions:

NameTagelängster Streak
🥇 René345236
🥈 Ron323130
🥉 Robert317130
👍 Josefine26826
👍 Min19826
Stand 26.12.2021 – an der Rangfolge wird sich sehr wahrscheinlich nichts mehr ändert.

Wir haben uns entschieden, die Challenge in ihrer bisherigen Form vorerst nicht weiterzuführen sondern auf eine neue Ebene zu heben.

Wir denken, dass alle, die 2021 daran teilgenommen haben inzwischen eine gute tägliche Routine haben. Einige haben bereits eigene Pläne für das tägliche Training entwickelt. Wir möchten, dass Ihr den nächsten Schritt macht und das ohne externe Vorgaben hinbekommt. Wir werde Euch daher in den nächsten Wochen eine Liste der Übungen der Challenge’21 und ein paar Anregungen bereitstellen, die Ihr als Inspiration für Eure ganz persönliche Challenge nutzen könnt. Natürlich helfen wir Euch sehr gerne individuell dabei.

Ihr könnt natürlich weiterhin in der Challengegruppe oder auf anderem Wege mitteilen, was Ihr wann gemacht habt.

Besonderer Dank an Andreas

Am Ende möchten wir die Gelegenheit nutzen und noch einmal ein ganz großes Dankeschön an Andreas – den ersten Schüler des Dojos Tameshiwari aussprechen.

Es hat einige Anläufe gebraucht. Es wurden mehrere mögliche Lösungen diskutiert und ausprobiert. Andreas hat viel Zeit und Geld investiert und quasi im Alleingang unseren gigantischen Trainingsspiegel mit samt der Schutzbox gebaut. Der Spiegel hat das Training deutlich effizienter gemacht, da jeder sich selbst sehen und korrigieren kann.

Vielen vielen Dank lieber Andreas!

Auf ins neue Jahr 2022

2021 war wahrlich ein außergewöhnliches Jahr. Wir hatten uns viel vorgenommen. Vieles hat funktioniert, einiges nicht – und das ist ganz normal.

Wir wünschen Euch allen ein erfolgreiches und vor allem trainingsreiches Jahr 2022. Egal was da kommt, wir werden auch 2022 aus allem das Beste machen und für Euch da sein. Und natürlich haben wir uns auch bereits das eine oder andere geplant (Termine).

Bleibt am Ball, kämpft und überwindet Euch jeden einzelnen Tag.

Wahres Karate ist wie heißes Wasser, das abkühlt, wenn Du es nicht ständig wärmst

Gichin Funakoshi

Oss

Eure Trainer – Nicola und Stefan

Bericht von Stefan Lebelt – Trainer im Dojo Tameshiwari

2 Gedanken zu „Ein außergewöhnliches Jahr“

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